Forschung bestätigt EU Vorschlag zur Begrenzung der Grundschleppnetzfischerei

Während 28 EU-Fischereiminister diese Woche über Regelungen zur Tiefseefischerei beraten, prognostizieren neue wissenschaftliche Ergebnisse dramatische Konsequenzen in den Weltmeeren in Bezug zu der kommerziellen Grundschleppnetzfischerei unter 600 Meter. Die Studie „A Scientific Basis for Regulation Deep-Sea Fishing by Depth“ von Clarke et al. die im Fachblatt Current Biology erschient, kommt zu dem Schluss, dass „das Beschränken der Grundschleppnetzfischerei auf eine Maximaltiefe von 600 Metern eine effektive Bewirtschaftungsstrategie darstellen könnte, die konform ist mit den Anforderungen der europäischen Gesetzgebung“. Je tiefer man fischt, desto schwerwiegender werden die Schäden, die verursacht werden, was den Nutzen für die Fischerei schmälert, daher fordert Matthew Gianni (Deep Sea Conservation Coalition) ein Verbot für die Tiefseefischerei unter 600 Meter und Schutzmaßnahmen für das Tiefenökologiesystem um eine nachhaltige Fischerei sicherzustellen.    

Reaktionen:

Fanganalyse: Unter 600 Meter sollte nicht gefischt werden

Evidence supports trawling depth limit – Analysis reveals ecosystem damage and diminishing economic returns below 600 metres.

Drawing a line under deep-sea fishing: A scientific basis for regulation by depth

RICHTUNGSWEISENDE RESOLUTION LÄUTET NEUE ÄRA FÜR DEN SCHUTZ GLOBALER GEMEINSCHAFTSGÜTER EIN

Die UN-Generalversammlung gibt ihr grünes Licht für die Ausarbeitung eines neuen Vertrags zum Schutz der marinen Artenvielfalt in Hochseegebieten und darüber hinaus

Die UN-Generalversammlung hat heute (19. Juni 2015) eine neue Resolution verabschiedet, um einen rechtsverbindlichen Vertrag zum Schutz der marinen Artenvielfalt in den Hochseegebieten auszuarbeiten. Seit zwei Jahrzehnten ist dies nicht nur der erste globale Prozess zur Ausarbeitung eines Vertrags, der die Ozeane betrifft, sondern auch der einzige, der gezielt die nachhaltige Bewirtschaftung und die Bewahrung mariner Artenvielfalt zum Gegenstand hat. Der Vertrag könnte eine Reihe von Schutzmaßnahmen beinhalten, z.B. die Einrichtung von Meeresschutzgebieten und -reservaten, Umweltverträglichkeitsprüfungen, den Zugang zu marinen Genressourcen und Vorteilsausgleich, Kapazitätsaufbau und den Transfer von Meerestechnik.

Die Resolution ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu wirksamen Schutzmaßnahmen der bislang weitgehend ungeschützten Hochseegebiete (Gebiete außerhalb staatlicher Hoheitsbefugnisse).

Die High Seas Alliance (HSA) setzt sich bereits seit 2011 für die Resolution ein und so stieß die Nachricht bei den Mitgliedsorganisationen auf breite Zustimmung.

„Die Aufnahme der Verhandlungen markiert den Beginn einer neuen Ära im Meeresschutz“, sagte Elizabeth Wilson, Direktorin für internationale Meerespolitik bei der HSA-Mitgliedsorganisation, The Pew Charitable Trusts. „Der Prozess mag sich zwar noch in einem frühen Stadium befinden, aber die von den Staatschefs gegebene Verpflichtungserklärung darf nicht unterschätzt werden. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sind übereingekommen, dass marines Leben in der Hochsee schützenswert ist. Jetzt ist es an der Zeit, die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die nötigen Schutzmaßnahmen zu garantieren.“

Jessica Battle (WWF) kommentierte die Entscheidung folgendermaßen: „Die Entscheidung, einen Vertrag auszuhandeln, mit dem die menschlichen Eingriffe ganzheitlich reguliert werden und die für die Menschheit lebenswichtigen Ökosystemleistungen der Hochsee als Ganzes geschützt werden, ist ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt der internationalen Gemeinschaft.“

Sofia Tsenikli (Greenpeace) sagte in ihrer Stellungnahme: „Die Hochsee erstreckt sich über knapp die Hälfte der Fläche unseres Planeten. Viel zu lange schon fehlt es dieser Hälfte an Schutz und gesetzlichen Regelungen. Ein flächendeckendes, globales Netz von Meeresschutzgebieten ist dringend notwendig, um die Ozeane wieder mit Leben zu füllen – und der neue Vertrag soll hierfür die Voraussetzungen schaffen.“

Die Resolution schließt an die Rio+20-Konferenz 2012 an, bei der sich die Staatschefs verpflichteten, den Hochseeschutz anzugehen. Die Konferenz stand kurz vor einer Einigung zugunsten der Ausarbeitung eines neuen Vertrags, scheiterte dann jedoch an einigen wenigen Regierungen, die bis heute einen Vertrag ablehnen. Die UN-Arbeitsgruppe, die mit der Umsetzung des in Rio eingegangenen Engagements beauftragt war, hatte darüber zu entscheiden, ob eine neue Vertragsverhandlungskonferenz angestoßen werden sollte oder nicht. Sie benötigte insgesamt zwei Jahre, um schließlich in einer Verhandlungsrunde im Januar 2015 zu später Stunde eine Einigung zugunsten der Resolution zu erzielen.

Peggy Kalas, Koordinatorin der High Seas Alliance, erörterte ihren Standpunkt: „Die Resolution, die von vielen „Modellländern“ unterstützt wird, markiert den Beginn eines wichtigen Prozesses, der hoffentlich zur Einberufung einer Vertragsverhandlungskonferenz im Jahr 2018 führen und gleichzeitig einen Paradigmenwechsel bei Bewirtschaftung und Schutz der Ozeane und des Meereslebens einläuten wird. Wichtig ist, dass die Modellländer in den kommenden Jahren stark bleiben.“

Mariamalia Rodríguez, Koordinatorin des MarViva High Seas Program: „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase, in der Veränderungen im Hinblick auf den Schutz und die Bewirtschaftung der Meeresressourcen außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche gestärkt und gefestigt werden können. Deshalb sind wir überzeugt, dass die internationale Gemeinschaft diese historische Chance nutzen wird, um die Nachhaltigkeit unserer Ozeane – auch zu unserem eigenen Wohl – zu sichern.“

Die Resolution unterstreicht, „die Notwendigkeit einer umfassenden internationalen Regelung, um den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Artenvielfalt der Meere in Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsgebiete gewährleisten zu können.“ Sie räumt eine zweijährige Vorbereitungsphase (PrepCom) ein, in deren Rahmen darüber beraten wird, welche Elemente in den Vertrag aufgenommen werden können. Die Vorbereitungsphase beginnt im Jahr 2016 und endet Ende 2017 mit einer Entscheidung darüber, ob 2018 eine formelle  Verhandlungskonferenz zur Ausarbeitung eines neuen Vertrags einberufen wird oder nicht.

Die PrepCom beginnt im Jahr 2016 und endet Ende 2017 mit einer Entscheidung darüber, ob 2018 eine formelle Verhandlungskonferenz zur Ausarbeitung eines neuen Vertrags einberufen wird oder nicht.

 

Thalys, so macht Reisen Spaß

Mit einer Tassen Tee in der Hand sieht die Welt gleich besser aus. Der freundliche Herr vom Thalys versteht die Frühreisenden aus Köln und schenkt fleißig heiße Getränke nach. Überall werden die Mitreisenden langsam wach. Man hört es an dem Umblättern der Zeitungen  und an dem schneller werdenden Getippe auf den Tastaturen. Draußen scheint die Sonne und in der Reihe nebenan fährt ein ca. 2 Jähriger mit seinem Papa. Dank seiner Freude bemerke ich wie schön diese Fahrt heute Morgen ist. Danke Europa fürs näher zusammenrücken!

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20 Jahre und kein bisschen leiser: MuMei in Bonn

Auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg mit Klasse Ideen, vielen glücklichen Gesichtern und tollen Aktionen. Das Bonner Museumsmeilenfesten lebt! Wer nach 20 Jahren immer noch so viel Esprit hat, der macht es Gold richtig. Danke an alle Ehrenamtlichen, Mitarbeiter, Studenten und Motivierte für diese tollen Tage im Juni 2015. Weiter so in 2016.

Museumsmeilenfest in Bonn